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Warum „panuell“?

Das Wort „panuell“ ist meine Neuschöpfung, ein Kunstwort, erscheint 2008 somit das erste Mal im Internet oder sonstwo. Dieses (Un) Wort ist kein Hauptwort (Substantiv) wie „Panik“, „Panamerikanismus“, „Paneuropa“ oder der Hirtengott „Pan“, der Sohn des „Hermes“, Figuren aus der griechischen Mythologie.

Nicht schon wieder die Hirtengott-Geschichte….

Die frauenverachtende (?) Story des betrunkenen Hirtengottes Pan, der sexistisch der Nymphe Syrinx nachstellt, diese aber in „Panik“ vor ihm flüchtet und von der mitfühlenden Götterwelt als Schutz vor Pan in ein Schilfrohr verwandelt wird, langweilt mich fast auf jeder Panflötenwebseite, darum hier nicht weiter verfolgt, schon gar nicht das Ende der Story, „Zeusgott-sei dank“ nicht!

Gedankenverbindung zu „Panflöte“

Selbstverständlich soll mit „panuell“ eine Gedankenverbindung zu „Panflöte“ oder engl. „Panflute“ hergestellt sein. Schließlich beschäftigt sich dieser Weblog zu großen Anteilen mit „Panflöte“. „Panuell“ ist vom Eigenschaftswort (Adjektiv) zum Umstandswort (Adverb) geworden, etwa so: Frage: „Wie hoch ist der „panuelle“ Anteil in diesem Weblog?“ „Er ist hochgradig „panuell“, vielleicht zu 60-80% „panuell“!“ Dann bezieht sich „panuell“ auf Panflöte.

Vom Umlaut „oe“, von Konsonant und Vokal

Im Internet gibt es keine Umlaute, was die internationale HTML-Schreibweise der Namen für Webseiten oder E-Mails angeht (bis heute 2008 zumindest nicht). So wird Panflöte immer langweilig umschrieben mit „oe“, was insbesondere mit diesem Umlaut vielen Sprechern anderer Sprachen mit lateinischer Schrift Lese-Schwierigkeiten macht. Selbst junge Deutsche sprechen dann „panfloete@…. phonetisch „Pan-floh-eete“ aus, wie die eingewanderten Neubürger vermutlich zunächst auch. Das Umstandswort (Adverb) „panuell“ hat offenbar ein ausgewogenes, gutes Verhältnis von Vokalen (das sind Selbstlaute, tönende Buchstaben) und Konsonanten (sind mittönende Buchstaben oder Mitlaute): 3x Vokale, 3x Konsonanten, das „ll“ verdoppelt nur. Fast alle Sprecher der Sprachen der Welt könnten dieses Wort problemlos „richtig“ aussprechen in der Wechselfolge von Konsonant (p) – Vokal (a) – Konsonant (n) – Vokal (u) – Vokal (e) – Konsonant (l,ll). So könnte es im weit entferntesten Ort von hier irgendwo in Neuseeland oder Ozeanien auch unter den Maoris ohne Stocken oder Stottern ausgesprochen werden. Im deutschsprachigen Raum könnten pfiffige Leser selbstverständlich „panüll“ lesen wollen wie das „ü“ in „Müll“, Müller oder Knüller, also dem umgekehrten Vorgang entsprechend vom Umlaut „ue“ zu „ü“. Dann, na bitte!

„pan“ als übergreifend, umfassend …

„Pan“ vor einem Hauptwort zusammengeschrieben bedeutet etwas „Übergreifendes“, „Umfassendes“. In diesem Weblog kommt auch anderes zur Geltung, meine Aktivität als Kinderliedermacher und meine Gedanken zu Musik, zu konstruktiver Kritik über das Musizieren und vieles mehr.

„panuell“ – Prozess, Dynamisierung, Kreativität, Improvisation

Mit dem Kunstwort „panuell“ kann ich auch eine Dynamisierung in Verbindung bringen. Es kann auch „prozess-artiges“ Handeln gemeint sein, „prozessual“, wenn es dieses Wörtchen gäbe. Da ich ein großer Befürworter von Kreativität und Improvisation bin, sehe ich dieses Kunstwort auch deshalb hier brauchbar angesiedelt.

Was mir nicht (so gut) gefällt zu „panuell“

Meine persönliche, etwas negative Kritik zu „panuell“ bezieht sich besonders als Weltbürger darauf, dass diese Wortbasis „pan“ – aus dem altgriechisch/lateinischen stammend – die Panflöte weltweit sehr „europäisiert“, „globalisiert“ als engl. „Panflute“ beispielsweise. Es ist schade, dass z. B. südamerikanische Panflöten nicht mit ihrem Terminus „Zampoña“ (Spanisch) oder „Siku“ (indigene Sprachen) als Sammelbegriff mit Unterteilungen wie „Laquitas“, „Chiriwano“, „Surisicu“, „Julajula“, „Antara“, „Rondador“ oder „Doy“ sich global durchsetzten, auch nicht die aus Ozeanien und Asien mit ihren eigenen Wörtern. Wer zuerst (global) kommt, erhält wohl auch die globalen Gewohnheitsrechte. Ist es nicht so wie mit der weltweiten Datierung, dem Gebrauch des Datums? Dieses Jahr ist 2008 nach Null, gemeint nach Christus, tief verankert auf allen Flugplätzen der Welt und in allen Flugplänen aller Airlines, in Hannover wie in Dubai, Riad, Teheran, Islamabad, Lhasa, Rangun oder Singapur. Es ist global nicht das Jahr 2571 nach Buddha (geb. etwa 563 vor Chr.) oder das Jahr 1431 nach Mohammed (geb. 571 nach Chr.), es ist 2008!


Hiermit allen Webseitenbesuchern „panuelle“ Grüße –

Hasso Bensien, März 2008

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