Das Musikfestival war Klasse! Das Wetter spielte mit! Alle Mitwirkende, die Musiker, die Gäste, der Grillmaster, die Gastgeber waren bester Laune. Ambiente und Atmosphäre in Meyershof waren mehr als gelungen: Mit saftiger Grillwurst, Kartoffelsalat & Co, sowie Kuchen, reichlich Getränken aller Art ließen sich die Gäste verwöhnen, dazu mit Musik im Ohr und optisch die Musikanten „live“ vor ihnen. Auf der schönen Wiese waren alle zudem erfreut über die wachsame Haushündin mit ihren vielen kleinen flinken Jack-Russel-Terrier, über eine eigenwillige Flugente und über die zwei Kaninchen hinter schützendem Draht, die als Vollvegetarier den saftigen Löwenzahn verzehrten.

Das kleine Festival der „Folksmusik“ stand unter der Schirmherrschaft des Humanistischen Verbandes Wesermarsch. Es war, wie auf kleinen Einladungen angekündigt wurde, eine bunte und vielseitige Mischung aus eigenen Kompositionen, aus Titeln der Volksmusik und der internationalen Folklore, sowie aus dem Bereich Entspannungsmusik.

Hasso Bensien aus Oldenburg eröffnete das kleine Festival gegen 16:00 Uhr mit einem Konzert seiner verschiedensten Panflöten. Er spielte bis zum  frühen Abend eigene Kompositionen seiner 4 CD`s. Aber auch mit weltberühmten Panflötenmelodien wurde das Publikum verzaubert.

Die Braker Liedermacherin und Sängerin Renate Paradies überraschte mit temperamentvollen spanischen Stücken auf der Gitarre, begleitet von Dieter Hashagen mit der afrikanischen Djembe.

Auf dem Akkordeon gaben Waldemar Weiß und Patrick Reusch flotte russische und französische Weisen zum Besten. Mit einer hervorragenden Stimme sang Manuela Hashagen in später Stunde Texte über Romantik und Liebe. Es war ihr erster Auftritt in der Öffentlichkeit. Sie sagte später, trotz großem Lampenfieber hätte sie nach dem Applaus ein gutes Gefühl.

Den Höhepunkt des Abends bildete die Folk-Rock-Gruppe „VomitVille“ mit den jungen Musikern Thore Looke, Jan Dubberke und Patrick Reusch. Sie spielten eigene Kompositionen, die aus einer Mischung aus Folklore und Rock`n Roll das Publikum bis spät in die Nacht hinein in ihren Bann zogen. Leider hatte die afrikanische Gruppe „Nakossa“ und die Band „DreyBartLang“ aus Neuengland aus terminlichen Gründen abgesagt. Sie wollen aber im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Für einige Musiker war es der erste Auftritt. Welch wunderbare Chance mit begeistertem Applaus in der Anerkennung ihrer Darbietungen!  Mit dem Festival – übrigens das zweite dieser Art – werden die Mittsommerfeierlichkeiten in Bezug auf die Natur fortgesetzt, gleichzeitig sehen die Beteiligten ihre Art der Förderung von Musik, Kunst  und Kultur alternativ zu den kommerziellen Stadtfesten und den kirchlichen Feiern, die unter angeblich christlichem Vorwand heidnisch-religiöse Riten anbieten, wie beispielsweise einen eierlegenden Osterhasen – das Osterfeuer – den Tannenbaum – den Weihnachtsmann und den Weihnachtsbraten zu den Jahreszeiten der Sonnenwende. Diese Feiern sind in hiesiger Region bereits älter als die Zeitrechnung und haben ihre Bedeutung nie ganz verloren.

Der Abend endete in der Nacht mit einer gemütlichen Runde im kleinen Kreis um das Lagerfeuer. Geplant für das nächste Jahr ist eine größere öffentliche Musikveranstaltung in der Mittsommerzeit.

Dieter Hashagen, Vorsitzender der Humanisten in der Wesermarsch, 2008

siehe auch: https://panuell.wordpress.com/folk-festival-meyershof-2008/

Fotobearbeitung: Hasso Bensien, 01.07.2008

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